Meine 2. Wochenschau

Mail an INO@katholisch.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerade las ich in http://www.katholisch.de unter der Überschrift „Nicht die Schotten dicht machen“ den Bericht vom 16.01. über die Reden der kirchlichen Amtsträger auf ihren  Neujahrs-Empfängen. Die Ereignisse von Köln werden – natürlich – verurteilt, allerdings warnt man gleichermassen vor Abgrenzung und z. B. “Islamophobie”.

Dazu möchte ich Ihnen zwei Anmerkungen machen:

– Schotten:

„Die Schotten dicht” zu machen, dass ist ein richtiger und notwendiger Handgriff, wenn ein Boot abzusaufen droht oder wenn die Sturmflut die Durchfahrt im Deich zu durchströmen droht. Dann werden dort die Schotten eingezogen und dicht gemacht. Es ist also ein falsches Bild, welches Sie bemühen, denn die Schotten sind dazu da, um Schlimmeres zu verhüten.

Nun ist von Ihnen wahrscheinlich gemeint, dass Deutschland sich nicht gegen die Einwanderung von Ausländern dadurch wenden soll, dass an den Grenzen Barrieren in Form von Personalkontrollen und einer Differenzierung der Einreise-Erlaubnis bestehen. Diese Barrieren waren in Form von Passkontrollen an den Grenzen immer üblich, bis sie im Rahmen des Schengen-Abkommens innerhalb des Schengen-Raumes” abgeschafft wurden – in der Annahme, dass diese Kontrollen an den Aussengrenzen stattfinden. Das wird seit geraumer Zeit nicht mehr geleistet, sodass Einreisen nicht mehr kontrolliert werden. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass wir so viele Einwanderer haben.

Ein anderer Grund ist, dass in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern Anträge auf Asyl zu provisorischen Aufenthaltserlaubnissen führen, und dass die Bearbeitung dieser Anträge sehr lange dauert. Nur 24% der Anträge werden bewilligt, weil bei der übergrossen Zahl der Antragsteller keine Asylgrunde nach der Genfer Flüchtlingskonvention bz. GG 16a (1) vorlagen. (Den Abschnitt (2) nach der sog. Dublin-Regelung wagt ohnehin niemand mehr anzuwenden.)
Und ein weiterer Grund für den Ansturm gerade nach Deutschland ist, dass hier im Verlauf des Asylverfahrens hier mehr Geld als in anderen EU-Ländern ausgezahlt wird.

Mit dem letzteren Punkt ist verbunden, dass wir an den deutschen Grenzen in grossem Umfang Einreisende finden, die eben nicht aus Verfolgung und Kriegsnot kommen. Um aber gerade den Bedrohten und Verfolgten hier so umfassend helfen zu können, dass sie eine Lebensperspektive entwickeln, sind Differenzierungen und Abgrenzungen nötig. Eben auch “Schotten”.

Es gibt eine Art von Einreisewilligen, die hier nicht willkommen sind und abgewiesen werden müssen; ich nenne nur die Stichworte “Kölner Mob = aus Marokko stammende Taschendiebe” und “Kleinkriminelle wie – im Extremfall, sicherlich – derjenige, der mehr als 5 Jahre als Flüchtlinge und Asylbewerber unter verschiedenen Namen hier Unterstützung abgriff und dann mit islamistischen Parolen ein Hackbeil schwang und Pariser Polizisten angriff”.
Nun zum nächsten Begriff, den in dem Artikel verwendet wurde.

– Islamophobie:

Phobie bedeutet Angst. Was im Namen des Islams an Verbrechen begangen wurde, kann m. E. durchaus Angst machen. Mir macht das Angst, und meiner Frau und vielen Menschen im Bekanntenkreis ebenfalls. Ich halt es für keine gute Idee von den Herren Amtsträgern, diese Angst zu kritisieren, sie geradezu als “unchristlich” zu geisseln.

Nun kann man trefflich darüber streiten, was der Islam als Religion mit den islamistischen Auswürfen zu tun hat. (Viele Sachkundige, auch Muslims sagen: viel.) Dass die meisten in Deutschland integrierten Muslims Selbstmordattentate und die IS-Gesellschaftsordnung ablehnen, dürfte stimmen. Diese islamischen Nachbarn Menschen erzeugen auch keine Islamophobie. Angst verursacht der Umstand, dass im vergangenen Jahr in den rd. 1 Mio. Eingereisten eine nicht bekannte Zahl an Kriminellen und gewaltbereiten Islamisten mit ins Land bekommen ist.

Die Ereignisse der letzen Wochen haben gezeigt, dass es mit den deutschen Sicherheitsdiensten nicht gut bestellt ist. Es gibt keine geregelte Erfassung der Einwanderer. Zwischen den Bundesländern gibt es  kaum Datenaustausch, weder werden zentral die Fingerabdrücke verglichen noch die Verhaftungen oder die Strafverfahren. Nach der Entlassung aus dem Knast hier kann ich mich andernorts als Asylbewerber neu melden – das merkt offensichtlich niemand.

Kaum ein Bürger hätte vor den Ereignissen der vergangenen Wochen gedacht, dass von ungeregelter Zuwanderung solche Gefahren für unsere Gesellschaft ausgehen. Es ist wohl keine “Islamophobie”, wenn man auf die unterschiedlichen Wertvorstellungen und Lebenspraktiken der jungen Männer hinweist, welche den weitaus grössten Teil der Einreisenden ausmacht. (Ich weise auf den aktuellen Artikel der NZZ hin (anbei)).

Ich kann nicht verstehen, warum sich die zitierten Herren Amtsträger die islamische Bedrohung verharmlosen, mehr noch: Die Warner in die Rechte Ecke drängen. Noch vor 6 Wochen hat sich Kardinal Marx  – zusammen mit Herrn Bedford.Bohm von der EKD – gegen die Wieder-Einführung der Einzelfallprüfung für syrische Zuwanderer gewandt – von letzterem wurde daraus der Vorwurf abgeleitet, dies würde Flüchtlinge dem Horror des IS ausliefern.

Nochmals: Das Recht auf Asyl ist eine Errungenschaft des Grundgesetzes, das steht ausser Frage. Wir Deutschen / Europäer / Christen helfen Bedrohten und gewähren Schutz. Aber das darf uns nicht naiv werden lassen. Gerade um helfen zu können und gastfreundlich sein zu können, müssen wir auch wachsam sein. Wir sollte schon kritisch sein und wachsam, denn da draussen sind auch Menschen, die uns beklauen oder gar umbringen wollen. Die sollten draussen bleiben.

Mit freundlichen Grüssen

Rudolf Petersen

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