Meine 14. Wochenschau

Terrorbekämpfung:

Erst arabischer Frühling, dann deutscher Herbst?

Während ein Amokläufer mit der Axt in der Hand dem Kalifat huldigt, ziehen Nationalisten mit Flaggen der „Grauen Wölfe“ durch deutsche Straßen, deren Parolen einem Pegida-Putsch alle Ehre machen würde.

21.07.2016, von JASPER VON ALTENBOCKUM

© DPAWer war das? Woher kam er? Wie alt war er? 

Ob sich die Terrorgefahr so eindämmen lässt, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann es vorschlägt, ist derzeit leider fraglich. Denn die gängige Antwort auf seine Vorschläge lautet: Grenzkontrollen, Obergrenzen oder ein neues Asylrecht hindern niemanden daran, sich über Nacht zu radikalisieren.

Jasper von Altenbockum

Die Frage aber lautet: Wenn die Gefahr islamistischer Terroranschläge sich schon nicht ganz bannen lässt, warum überlegt sich der deutsche Staat dann nicht wenigstens, wie er in Zukunft ausschließt, dass jedermann einreisen und bleiben kann, wie und warum er will – ausgerechnet aus Staaten, die den Terror exportieren?

Eine „Axt-Attacke“ hätte es vielleicht auch dann gegeben. Aber Tage nach dem Angriff noch immer nicht zu wissen, woher der Attentäter wirklich kam, wie alt er tatsächlich war, ja, wer es überhaupt war, obwohl er sich nun schon seit einem Jahr in staatlicher Obhut befand, das ist für diesen Staat nicht gerade ein Ausweis für ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein.

Auch nicht für ausgeprägtes Integrationsbewusstsein. Das dafür nötige Vertrauen, an das nun appelliert wird, entsteht nicht durch Pro-Asyl-Poesie, sondern durch eine Politik, die sich dagegen immunisiert, überrollt zu werden. Den Eindruck kann die Bundesregierung seit Monaten nur dadurch verdecken, dass sie sich von einer Türkei abhängig macht, die jetzt in die Diktatur abdriftet.

Ausdruck der prekären Lage, in die sich die deutsche Willkommenskultur dadurch manövriert hat, ist die Gleichzeitigkeit des Ungeistes: Während ein Amokläufer mit einer Axt in der Hand dem Kalifat huldigt, ziehen Nationalisten mit Flaggen der „Grauen Wölfe“ durch deutsche Straßen, deren Parolen einem Pegida-Putsch alle Ehre machen würde. Den Kindern des arabischen Frühlings, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, ist zu wünschen, dass daraus nicht noch ein deutscher Herbst wird.

Quelle: F.A.Z.


Zum Verbrechen in München, bei dem ein 18-jähriger neun Menschen ermordet hat:

 

Einige Erkenntnisse:

Ein einzelner Täter kann mit einer Pistole eine Millionenstadt terrorisieren.

Die Verbreitung von Gerüchten hat durch Twitter einen neuen Höhepunkt erreicht. („Drei Täter mit Langwaffen unterwegs.“) Die Polizei macht dabei mit.

Der Umfang solcher Mordserien könnte erheblich verringert werden, wenn mehr geistig ausgeglichene ältere Menschen Waffen trügen. („Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“)


 

Kirchheim/Teck Sexuelle Übergriffe im Freibad

Im städtischen Freibad einer baden-württembergischen Kleinstadt haben Flüchtlinge Mädchen und Frauen sexuell belästigt. Die Stadt will jetzt einen privaten Sicherheitsdienst einsetzen.

22.07.2016, von RÜDIGER SOLDT

© DPAIn den Baderegeln, hier in einem Münchener Hallenbad aufgehängt, wird auch auf das Verbot sexueller Belästigungen hingewiesen

Im städtischen Freibad von Kirchheim/Teck in Baden-Württemberg (Kreis Esslingen) haben sich zahlreiche sexuelle Übergriffe von größtenteils arabischstämmigen Flüchtlingen auf Mädchen und junge Frauen ereignet. Die Stadt will in dem Schwimmbad jetzt einen privaten Sicherheitsdienst einsetzen. Nach Auskunft der Polizei sind fünf Mädchen im Alter zwischen elf und 14 Jahren von mindestens drei arabischstämmigen Männern sexuell belästigt worden. Die Vorfälle ereigneten sich schon am späten Mittwochnachmittag und wurden am Donnerstag von der Polizei bekannt gegeben.

Rüdiger Soldt

Einer der Täter riss einer Zehnjährigen das Bikinioberteil vom Leib. Kurz darauf fasste ein 21 Jahre alter, irakischer Flüchtling einer Elfjährigen an den Po. Kurze Zeit später belästigte ein 25 bis 30 Jahre alter Mann im Strudelbecken ein 13 Jahre altes Mädchen: Er berührte ihren Po und zog ihr die Bikinihose vom Körper. Etwa gegen 17.30 Uhr ereignete sich dann noch ein weiterer sexueller Übergriff in dem Freibad, dieses Mal sogar im Nichtschwimmerbecken: Zwei etwa 25 Jahre alte, offenbar ebenfalls arabischstämmige Männer berührten zwei 14 Jahre alte Mädchen „unsittlich“ an Brüsten sowie im Schritt. Einer von beiden, heißt es im Polizeibericht, habe auch sein erigiertes Glied an den Mädchen gerieben.

Die vier Anzeigen gingen erst nach einem Vorfall mit einem 17 Jahre alten Jugendlichen aus Mali ein, dieser hatte sich nicht an den Baderegeln gehalten und war mit dem Bademeister und den Polizeibeamten in Streit geraten. Eine Gruppe von 30 Badegästen solidarisierte sich mit dem Jugendlichen, sie bezeichneten die Polizisten als „Rassisten“ und „gewalttätige Schweine“; bei diesen Auseinandersetzungen griff dann ein 19 Jahre alter aus Iran stammender Mann den Bademeister am Hals an und brachte ihn zu Fall. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

Die Mädchen waren aufgewühlt

„Diese Dimension, dass ein Bademeister am Hals angegriffen wird, kannten wir bisher nicht. Während dieses Einsatzes kamen dann mehrere Badegäste und berichteten über die sexuellen Belästigungen der Mädchen“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen dieser Zeitung. Die sexuell belästigten Mädchen seien sehr aufgewühlt gewesen und hätten geweint. Bislang sei es in dem Schwimmbad nicht zu einer Häufung von sexuellen Übergriffen durch Flüchtlinge gekommen.

Die Oberbürgermeisterin von Kirchheim/Teck, Angelika Matt-Heidecker (SPD), sagte, sie sei entsetzt, es müsse jetzt „hart durchgegriffen“ werden. Die Bademeister sollten schneller von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und zügiger Verweise aussprechen, zudem wolle man für heiße Tage, an denen das Schwimmbad stark frequentiert werde, private Sicherheitskräfte einsetzen. In dem Schwimmbad sind schon Verhaltensregeln für Flüchtlinge aufgehängt worden, wer als Flüchtling einen Stadtpass hat, bekommt freien Zutritt ins Schwimmbad. „Wenn Kinder begrapscht werden hört es auf“, sagte die Oberbürgermeisterin.

Quelle: F.A.Z.

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