Meine 7. Wochenschau

Nach Anschlägen in Lahore Pakistan steht vor einer Zerreißprobe

In Lahore sprengt sich ein ehemaliger Koranlehrer in die Luft und reißt 72 Menschen, darunter 35 Kinder, mit in den Tod. Seit den Anschlägen auf eine Schule im Dezember 2014 kämpft Pakistan gegen den Terrorismus, der sich gegen die Christen im Land richtet.

VON 
 
Der Selbstmordattentäter hat sich mit zynischem Kalkül platziert – am Haupteingang, nur wenige Meter entfernt von einem Spielplatz mit bunten Schaukeln und Karussells. Es ist früher Abend und Lahores populärer Gulshan-e-Iqbal-Park voller Familien, viele davon Christen, die den Ostersonntag mit einem Picknick feiern. Doch in Sekunden verwandeln die 20 Kilogramm Sprengstoff die fröhliche Szenerie in ein grausiges Schlachtfeld. Augenzeugen berichten von Blutlachen, von abgerissenen Armen, Beinen und Köpfen. Mindestens 72 Menschen sterben, darunter 35 Kinder. 233 Menschen werden verletzt.

Einer der schlimmsten Anschläge seit langem hat an Ostern Pakistans zweitgrößte Stadt Lahore erschüttert, die als Hochburg der christlichen Minderheit gilt. Als Täter wird der 28-jährige muslimische Religionslehrer Muhammad Yousaf Farid aus dem Süd-Punjab verdächtigt, dessen Ausweis man am Ort fand. Die Talibangruppe Jamaat-ul-Ahrar, eine besonders skrupellose Fraktion der pakistanischen Taliban, bekannte sich zu dem Blutbad. „Wir haben das Attentat begangen, weil Christen unser Ziel sind“, sagte der Sprecher Ehsanullah Ehsan der Nachrichtenagentur AFP. Man plane weitere Anschläge auch auf Schulen.

„Ich sah meine Eltern, meine Schwestern und Verwandten sterben“

Am Ostermontag war das Land vor Entsetzen wie gelähmt. Ganze Familien wurden ausgelöscht. Der 27-jährige Muhammad Zubair wollte gerade Karten für die Schaukeln kaufen, als die Bombe hochgeht. Er war mit seiner zwölfköpfigen Familie im Park, nur drei überlebten. „Ich sah meine Eltern, meine Schwestern und Verwandten sterben. Alle mit einem Schlag tot“, erzählt er unter Schock der pakistanischen Zeitung Dawn.

Die Regierung rief eine dreitägige Trauerzeit aus. Premierminister Nawaz Sharif schwor, man werde erst ruhen, wenn der Terrorismus besiegt sei. „Wir werden den Kampf vor die Türen der Terroristen tragen. So Gott will, werden wir sie ausradieren.“ Das Militär nahm noch am Montag eine Reihe von Verdächtigen fest. Zugleich wurde in Pakistan Kritik an der mangelnden Sicherheit laut. Die Regierung hätte wissen müssen, dass Pakistans 2,5 Millionen Christen an Ostern besonders gefährdet seien und den Schutz erhöhen müssen. Bereits im März 2015 wurden 17 Christen bei einem Doppelanschlag auf zwei Kirchen in Lahore getötet. In 2013 starben in Peschawar über 100 Gläubige bei einer Attacke auf eine Kirche.

Wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Es dürfte nicht die letzte Terrorattacke sein: In Pakistan tobt ein blutiger Kampf um die Zukunft der 190 Millionen Einwohner zählenden Atommacht. Seitdem im Dezember 2014 bei einem Angriff auf eine Schule in Peschawar über 136 Kinder starben, führt das Militär einen aggressiven Feldzug gegen die Taliban in den Grenzprovinzen. Der Konflikt weitet sich aus, seit am 29. Februar diesen Jahres der Attentäter Mumtaz Qadri hingerichtet wurde.

Qadris Hinrichtung sehen viele als Zeitenwende, als Signal, das Pakistans Führung nicht länger vor den religiösen Hardlinern im Volk kuschen, sondern die Machtprobe wagen will. Der Polizist Qadri hatte Anfang 2011 den liberalen Gouverneur Salman Taseer mit 28 Schüssen ermordet, weil dieser Pakistans mittelalterliches Blasphemiegesetz kritisiert und sich für die wegen Blasphemie zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi eingesetzt hatte.

Randalen in Islamabad

Dies könnte das Land in eine Zerreissprobe stürzen: Selbst bei seinem Begräbnis wurde Quadri noch wie ein Held gefeiert. Tausende Menschen gaben ihm das letzte Geleit. Die Unruhen dauern an. Am Sonntag kam es in Islamabad zu Straßenschlachten zwischen Soldaten und Qadri-Anhängern. Auch am Montag protestierten in Islamabads „Roter Zone“, in der Parlament und Regierung liegen, Tausende Muslime. Sie fordern, Qadri zum „Märtyrer“ zu erklären und alle wegen Blasphemie verurteilten Häftlinge zu hängen. Dies würde auch Asia Bibi treffen.

Nach dem furchtbaren Anschlag in Lahore kamen aus aller Welt Beileidsbekundungen. Der Vatikan verurteilte den Angriff als Ausdruck „fanatischer Gewalt gegen die christliche Minderheit“. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem „entsetzlichen Akt des Terrorismus“ und forderte Pakistan auf, die Minderheiten besser zu schützen. Auch die US-Regierung und das Auswärtige Amtin Berlin verurteilten den Anschlag. „Ich bin am Boden zerstört durch das sinnlose Töten unschuldiger Menschen in Lahore“, sprach die 18-jährige Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai in einem Tweet wohl vielen aus der Seele.

 
  •  Islamische Republik
    • Pakistan seit 1956 [erste] Islamische Republik zeigt – wie in einem Fokus – das wahre Gesicht von praktiziertem islamischem Fundamentalglauben.
    • Es ist eine verlockender Irrtum anzunehmen, mit dem Kampf gegen IS-Terroristen könnten wir den kriegerischen Islam beherrschen.
    • Dieser glaubens-gesteuerte Krieg findet weltweit statt.
      • von pinke
      • 28.03.2016 22:50 Uhr

      Antwort auf ideologophob vom 28.03.2016 16:36 Uhr

      Hysterie-

      der Glaube ist nur die Chimäre als wohlfeile Erklärung für die Ungerechtigkeit dieser Welt- und deren Verantwortliche sitzen woanders. Netsle, Monsato, um mal zwei kleine Beispiele vorzugeben.

  • Die Terroranschläge

    der letzten 15 Jahre hatten praktisch alle dieselbe Motivation, auch die von Paris und Brüssel: Islamistischer Krieg gegen Ungläubige.

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Dieser 21-Jährige schlitzte einem Taxifahrer die Kehle auf

Landgericht, Saal 606. Der junge Mann auf der Anklagebank heißt Khaled Al G. (21). Geboren in Kuweit. Staatsangehörigkeit Syrer. Reist September 2014 aus dem Libanon in Deutschland ein, der Asylantrag wird rechtskräftig abgelehnt.

Er versucht es danach in Schweden und Norwegen, auch Skandinavien lehnt seine Asylanträge ab. Kommt Oktober 2015 illegal zurück nach Deutschland. Wird im Bundesland Brandenburg untergebracht. Zieht illegal weiter nach Berlin, in die „Straße der Araber“ (Neuköllner Sonnenallee). Arbeitet illegal als Bäcker. Schickt 100 Euro im Monat an Geschwister in die alte Heimat. Freundet sich mit einen Marokkaner (26) an, der italienisch spricht, sich als Brasilianer ausgibt – und mit ihm bewaffnete Raubüberfälle begeht.

Sie folgten einem Mann am Alex und überfielen ihn

Der 12. Dezember 2015, Alexanderplatz in Mitte. Dr. Bernd H. (74) kommt 0.45 Uhr von der S-Bahn, läuft zum Hackeschen Markt, wo er wohnt. Ein großer Mann mit weißen Haaren, edlem Mantel, schwarzem Hut und einem schweren Diplomatenkoffer.

„Wir sind dem alten Herrn vom Alex aus gefolgt“, sagt der Angeklagte, „folgten ihm in den Hauseingang. Ich würgte ihn von hinten, ein Messer in der Hand. Mein Kumpel hielt ihm sein Messer vor den Bauch.“ Beute: 10 Euro und ein iPhone5. Der Angeklagte, enttäuscht: „In dem Koffer waren nur Papiere.“

Sie lotsten den Taxifahrer nach Neukölln

Nächste Nacht, wieder treiben sie sich am Alexanderplatz herum. Der Angeklagte: „Mein Kumpel sagte, Samstagnacht haben Taxifahrer immer sehr viel Geld dabei, lass uns ein Taxi nehmen.“ Es ist 3.30 Uhr. Sie geben sich als Berlin-Gäste aus. Lotsen den Fahrer (35) in eine dunkle Ecke in Neukölln. Statt die vereinbarten 35 Euro Fahrpreis zu bezahlen, reißt der Angeklagte die Fahrertür auf, Messer in der Hand. Ein Stich in den Hals unterhalb vom Kehlkopf, zwei Zentimeter tief.

Der Taxifahrer musste notoperiert werden

Der Taxifahrer taumelt aus dem Auto. Die Räuber fliehen mit dem Taxi, stellen es später an einer Britzer Tankstelle ab. Beute: ein LG-Mobiltelefon. Der Angeklagte: „Ich hatte nicht erwartet, dass das Messer so scharf ist.“ Der Taxifahrer als Zeuge im Prozess: „Ich hatte Todesangst, meine Frau war schwanger!“ Passanten rufen die Feuerwehr. Der Taxifahrer hat Blut in die Lunge eingeatmet, Notoperation, zwei Tage Koma.

Der Angeklagte sagt: „Ich wollte ihm nur Angst machen, er lief weg, sein Kleingeld fiel runter, ich ließ es liegen.“

Der Angeklagte suchte Gottes Vergebung

Der 26. Dezember, 2. Weihnachtsfeiertag in Deutschland. Khaled Al G. geht zu Neuköllner Al-Nur-Moschee. „Ich bin nicht religiös“, sagt er, „ich habe nur gebetet, damit Gott mir vergibt.“

Dann geht er zum nächsten Polizeirevier: „Nehmen Sie mich fest“, sagt er auf arabisch. Ihn habe das Gewissen geplagt. In der Bäckerei sei er ein paar Tage vor den Überfällen rausgeflogen, weil sein Kumpel ihn zum Kiffen verleitet habe: „Kein Geld, keine Zigaretten, kein Job. Ich hatte vier Tage nichts gegessen, weil mein Bruder Abdallah eine Schultasche brauchte.“

Er erlebte den Überfall wie im Traum

Wodka und sieben Flaschen Bier will er getrunken haben vor der letzten Tat – für Haschisch und Alkohol hatte sein Geld angeblich noch gereicht. „Ich habe alles wie im Traum erlebt“, sagt er, „ich fühle mich schuldig.“ Weil ihm mindestens fünf Jahre Haft drohen (bewaffneter Raubüberfall, räuberischer Angriff auf einen Kraftfahrer), ist seine Abschiebung aus Deutschland ausgesetzt – Ziel erreicht. Urteil am 4. April. Seinem Kumpel aus Marokko ist abgetaucht und wird mit Haftbefehl gesucht.

 

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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/taliban-uebernehmen-verantwortung-fuer-massaker-an-christen-14147731.html

Bombe beim Osterfest gezündetTaliban bekennen sich zu Massaker an Christen

Im pakistanischen Lahore hat es nach einer Explosion zahlreiche Opfer gegeben. Der Täter sprengte sich auf einem Spielplatz inmitten zahlreicher Frauen und Kinder in die Luft. Ziel des Anschlags seien Christen gewesen.

27.03.2016

Bei einem Selbstmordanschlag in einem Park der nordpakistanischen Millionenstadt Lahore sind mindestens 65 Menschen getötet und mehr als 280 verletzt worden. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder, teilten die Behörden am Sonntag mit. Der Attentäter zündete seine Bombe in der Nähe eines Spielplatzes. Der Park war einem ranghohen Behördenvertreter zufolge voll mit christlichen Familien, die Ostern gefeiert hatten. Die Rettungsarbeiten dauerten an, hieß es.

Der Taliban-Ableger Jamaat-ul-Ahrar erklärte kurz nach der Tat, Ziel des Anschlags seien Christen gewesen. An Ministerpräsident Nawaz Sharif gehe die Botschaft, dass man in Lahore Fuß gefasst habe. „Er kann machen was er will, aber er wird uns nicht stoppen können. Unsere Selbstmord-Attentäter werden solche Anschläge wiederholen.“

Pakistan leidet seit langem unter Extremisten der Taliban, kriminellen Banden und Spannungen zwischen unterschiedlichen Religionsströmungen. In Punjab, der politischen Hochburg von Sharif, ist es üblicherweise aber friedlicher als in anderen Teilen des Landes. Im überwiegend muslimischen Pakistan kommt es immer wieder zu Angriffen von Extremisten auf Christen und andere religiöse Minderheiten.

Ein Vertreter des Jinnah-Krankenhauses sagte der Nachrichtenagentur AFP, mehr als 40 Tote seien in das Krankenhaus gebracht worden. Zahlreiche Verletzte befänden sich in einem ernsten Zustand. Er rechne daher damit, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen werde. Der Mediziner schilderte, dass in dem Krankenhaus wegen der hohen Verletztenzahl die Menschen sogar in den Fluren und auf dem Fußboden behandelt werden mussten.

Der 35-jährige Javed Ali sagte, die Explosion habe in seinem Wohnhaus gegenüber des Parks die Fensterscheiben zerstört- „Alles wackelte, es gab Schreie und Staub überall.“ Der Park sei überfüllt gewesen, weil sich dort wegen des Osterfestes viele Christen versammelt hätten. Die Regionalregierung von Punjab ordnete nach dem Anschlag die Schließung aller öffentlichen Parks an.

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Meine 6. Wochenschau

Diese Schau fällt wieder – hinsichtlich eigener Schreiberei – etwas knapp aus, weil ich beruflich auf Reisen bin: Bangkok, Cebu, Can Tho (- bitte selbst raten, wo das ist), nun Manila. Am Abend im Hotel reicht das nach dem Skypen mit der Liebsten gerade noch zu einem Streifzug durchs Internet.

An sich wollte ich die ärmliche „selbstkritische“ Rede des Herrn ZEIT Chef-Redakteur GdL abmeiern, aber mehr als kurze Empörung, Kopfschütteln und ein kurzer „So nicht!“- Kommentar im Tagesspiegel-Online kamen da nicht zusammen.

Was mich weit mehr amüsierte, und zwar weitgehend zustimmend, wobei ich an meine Zeit in einem Forschungsinstitut und dort an eine feministisch sehr engagierte Mitarbeiterin dachte, an deren „wissenschaftlichen“ Arbeit ich verzweifelte, habe ich in einem Blog gefunden. Der Autor heisst Hadmut Danisch, sein Blogtitel „Ansichten eines Informatikers“. Bevor es losgeht, muss ich noch sagen, warum ich schier verweifelte: Im Unterschied zu den beschriebenen Genderprofessorinnen hatte die Mitarbeiterin ein solches Los nicht gezogen, sondern arbeitete in einem Drittmittelprojekt, dass ich fachlich verantworten musste. Das ist lange her, und das Ganze ist auch verjährt; die Mittel können nicht mehr zurück gefordert werden.

Der übernommene Text ist erschieden am 02.03.2016.

Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Buchkritik: “Pionierarbeit” von Ulla Bock

Ein Buch zum Thema „Die ersten Professorinnen für Frauen- und Geschlechterforschung an deutschsprachigen Hochschulen 1984-2014”Campus-Verlag

Anmerkung: Ich fand das Thema zwar nicht generell, aber im Rahmen meiner Durchleuchtung des Korruptionssumpfes interessant, aber den Preis von 29 Euro zu hoch. Ich habe daher beim Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten. Sowas führt unweigerlich zu einem positiven „Bias” zugunsten des Verlages und des Buches, das der Leser von meiner Rezension einfach wieder abziehen möge.

Der Grund meines Interesses war ja, wie ich im Blog schon öfters angesprochen habe, den Zeitraum vor der Ernennung Susanne Baers zur Professorin auf Korruption zu durchleuchten. Deshalb hatte jener Untertitel mein Interesse erweckt. Denn wenn man an den Universitäten nachfragt, mauern sie immer und geben keinerlei Informationen heraus. Gender Studies werden oft wie eine Geheimloge geführt. Das ist Mafia, und sie benehmen sich wie Mafia.

Ich habe in den letzten Jahren mehr feministische Bücher gelesen als die meisten Feministinnen. Mehrere Regalböden voll, und noch etliche digitale dazu. Und ich muss generell sagen, dass ich diesen Feminismus- und Genderschwachsinn nicht mehr ertrage. Die produzieren Unmengen an nutzlosem Material, irgendwo zwischen strohdumm und völlig inhaltslos. Da steckt keinerlei Denk- oder Wissenschaftsvorgang dahinter, die schwafeln einfach endlos drauflos, und produzieren eigentlich nur eins: Bedrucktes Papier. Es findet wirklich nur auf dieser Ebene statt, es geht nicht um Geist, Inhalt, Argumente, Wissenschaft. Es geht darum, das beobachtete (aber nicht verstandene) Wissenschaftlergehabe zu imitieren. Der Begriff der Cargo-Cult-Wissenschaft beschreibt das exakt.

Auch dieses Buch unterscheidet sich nicht nennenswert davon. Man muss es nicht lesen, und wenn man es tut, hat man nichts (oder jedenfalls nicht viel) davon. Es sei denn, man geht mit meinem Blickwinkel heran und sucht nach Dummheit und Korruption. Da findet man was. Bemerkenswerterweise aber finden sich darin auch Anmerkungen, die diesen meinen Eindruck vorgetäuschten wissenschaftlichen Gehabes nicht nur bestätigen, sondern auch motivieren. Denn es wird erwähnt, dass Gender-Studies-Professorinnen bis vor ein paar Jahren, namentlich so lange es die C-Professuren gab, einfach unbeobachtet tun und lassen konnten, was sie wollten. Die hatten einfach das große Los gezogen: Unkündbar auf Steuerzahlerkosten bis zum Lebensende durchfinanziert, keine Aufgaben, keine Pflichten, beliebig um deren Privatangelegenheiten kümmern.

Irgendwann hat sich das geändert und Professoren mussten formale Leistungen abliefern und mindestens 100.000 Euro pro Jahr einwerben. Und die Mittelvergabe läuft eben oft darüber, wer wo wieviel publiziert hat. Also publizieren sie jetzt. Einfach irgendwas. Das hat nicht mehr Geist, als wenn sie einem Papier und Farbe getrennt liefern würden. Kostet aber mehr.

Deshalb hat auch dieses Buch meinen Eindruck wieder bestätigt und verstärkt, dass Gender Studies, Frauenforschung und der ganze Hokus Pokus nichts anderes sind, es um nichts anderes geht, als sich am Futtertrog der Hochschulen sattzufressen ohne jemals irgendwas gelernt oder gearbeitet zu haben. Und das dann (vgl. Fall Susanne Baer) gelegentlich auch zur illegalen Parteienfinanzierung zu missbrauchen. Der ganze Hochschulbereich (vgl. was ich unter Forschungsmafia.de über die DFG geschrieben habe) ist zu einem wesentlichen Teil nichts anderes als die große kriminelle Geldwaschanlage korrupter Politik: Oben schmeißt man Steuergelder rein, und unten wird damit bezahlt, was aus Steuergeldern nicht bezahlt werden darf.

Ein zentraler, der meines erachtens größte Kritikpunkt an diesem Buch ist, was nicht darin steht. Keine einzige wissenschaftliche Leistung. Das Buch dreht sich über 250 dröge, monotone, strukturarme, hirnerweichend langweilige und deshalb nur mühsam zu lesende Seiten darum, wer wann wie und mit welchem Glück Professorin geworden und vom wem gefördert wurde oder auch nicht. Man lernt, dass viele der Gender-Professorinnen eigentlich nichts wissen, nichts können, nicht für die Uni taugen, aber einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und der politische Frauenförderdruck die Anforderungen einfach auf Null gefahren hat.

Deshalb haben wir über 200 Gender-Professuren, die im Ergebnis einfach gar nichts produzieren. Nutzloser, zweckloser Balast, von der Politik erzwungen. Schlimmer noch: Wenn sie wenigstens die Klappe und sich fern halten würden, ginge das ja noch, aber sie sind ein nie versiegender Quell von Streit, Zwietracht, Korruption. Leute, die rundherum eine negative Bilanz haben.

Wobei ich mir durchaus überlegt habe, ob man da nicht den Fehler begeht, dem Boten die Nachricht anzulasten. Wenn jemand über Feminismus schreibt und darin kein Nutzen, keine Leistung vorkommt, liegt es dann am Schreiber oder am Beschriebenen? Ich kam zu dem Ergebnis, dass beides nichts taugt.

Ich habe dem Buch nicht mal entnehmen können, was die da eigentlich vorhatte. Das ganze Buch dreht sich nur darum, irgendwelche älteren, aus der Anfangszeit stammenden Gender-Studies-Professorinnen zu interviewen, wie’s denn so war. Und das dann aufzuschreiben. Man plaudert, schreibt einfach mit, und das ist dann deren „Forschung”.

Ich habe mich früher immer gewundert, warum Feministinnen fast kein anderes Begründungs- und Argumentationsmittel haben als zu verweisen, dass irgendwer anderes etwas gesagt oder geschrieben hat. In hunderten von Büchern wird die Annahme, dass die Frau nicht biologisch, sondern sozial erzeugt ist, allein damit begründet, dass Simone de Beauvoir das gesagt habe. Irgendein X hat das gesagt, also ist es wahr.

Anfangs dachte ich, die wollen einen verarschen. Oder sind zu faul. Oder hörig. Nein. Die haben einfach nicht mehr in der Birne. Die glauben ja alle (Poststrukturalismus), dass es eine Realität oder Empirie eigentlich nicht gibt, und der Sprechakt die Realität schafft, man also Realität durch Sprachverbote und Sprachänderungen verändern könnte. Deshalb glauben sie, wenn „definitionsmächtige” Autoritäten wie de Beauvoir oder Butler das gesagt haben, dann ist das so, und würde immer mehr so, wenn sie den Sprechakt wiederholen, es nachplappern.

Bevor ich mich intensiv mit Feminismus und Gender Studies befasst habe, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sich Männer und Frauen intellektuell wesentlich unterscheiden würden, nur in Interessen. Je mehr ich von diesem feministischen Zeug lese, desto mehr steigt in mir der Verdacht hoch, dass es da doch bei manchen erhebliche Unterschiede im Gehirn geben muss. Das wirkt auf mich oft, als sei denen der Teil des Gehirns, in dem Wissenschaft stattfindet, einfach nie gewachsen. Die reden von Wissenschaft wie der Blinde von der Farbe. Ich habe bei deren Beschimpfungsorgien bezüglich der männerzentrischen Wissenschaft den Eindruck, dass die gar nicht erst kapieren, worum es da eigentlich geht, und sich das dann – Prinzip Aberglaube – also irgendein Hexenwerk oder Verschwörerkram erklären. Deshalb auch dieses praktisch immer sinnlose Nachäffen des Wissenschaftsbetriebs. Cargo Cult. Die glauben, das ist alles nur so ein Sozialumfeld, in das man jeden durch Gewöhnung integrieren kann. Vermutlich ist darauf auch dieses ständige Pöbelei und dieses Beschimpfen zurückzuführen. Die verstehen einfach nicht, warum man manches als Wissenschaft, anderes als Unfug ansieht. Die erkennen den Unterschied nicht.

Und deshalb belassen sie es dabei, sich gegenseitig zu interviewen. Ich hab ja vor Jahre mal den Rappel bekommen, als ich gesehen habe, dass Feministinnen in Informatikpromovieren können, indem sie einfach zu einem alten Informatiker der Gründer-Generation fahren, bisschen mit dem plaudern, den ein bisschen erzählen lassen, das mitschreibe und als Dissertation einreichen. Cargo Cult. Einfach irgendwas aufschreiben und abgeben. Funktioniert. Frauenquotendruck hat die Anforderungen auf Dumm Zero reduziert.

Das Schema habe ich an diesem Buch wiedererkannt. Man fährt rum, interviewt die Leute, schreibt mit – fertig ist das Buch.

Und weil das natürlich dann in alle Bibliotheken gestellt wird, brummt das Geschäft. Lesen muss das niemand.

Seite 18: Was sind Genderprofessuren?

Professorinnen und Professoren verfügen über Definitions- und Entscheidungsmacht. Ihre Position ermöglicht es ihnen, Inhalte in Forschung und Lehre mitzubestimmen und die Hochschule entscheidend mitzugestalten. In diesem Sinne schreibt die Soziologin Sigrid Metz-Göckel:

Professorin zu sein heißt für mich, Macht als Ermöglichung zu begreifen, Leitungserfahrungen zu reflektieren, vor allem aber Macht zu haben, die Hochschule mitzugestalten.

Genau das beobachte ich immer: Die halten die Professur für Macht und Freiheit, und sonst nichts. Die glauben, das wäre eine Ermächtigung, forthin einfach zu tun und zu lassen, was man will, und Wissenschaft bedeute, dass Professoren irgendwas definieren, wie sie gerade Lust haben.

Nicht nur Gender Studies, viele Geistes- und Sozialwissenschaften funktionieren so. Das ist nichts als Machtmissbrauch, Korruption, Willkür, unkündbar und lebenslang durchbezahlt.

Seite 20: So ist es keineswegs garantiert, dass die Inhaber/innen einer expliziten Genderprofessur schwerpunktmäßig auch tatsächlich Frauen- und Geschlechterforschung betreiben. […] Es kommt auch vor, dass eine Genderprofessur lediglich als Sprungbrett für eine prestigeträchtigere Professur genutzt wird.

Könnte man auch Anstellungsbetrug nennen. Denn Genderprofessuren werden – rechtswidrig, aber tatsächlich – praktisch nur an Frauen vergeben. Wenn diese als Umweg zu normalen Professuren genutzt werden, ist das natürlich eine Umgehung der normalen Ausschreibung und damit eine Reservierung von Professuren für Frauen.

Anscheinend auch sind Genderprofessuren an den Universitäten sowas sie Aussätzige.

Seite 21: Des Weitere geht es um die Einbettung der Genderprofessuren in den Einzelwissenschaften und es wird gegen Prozesse der Marginalisierung und Ghettoisierung der Professur im Fach und in der Fachgemeinschaft Position bezogen. Die Gefahr, dass Genderprofessuren an den Rand der Fachdisziplinen gedrängt werden, wird auch von denjenigen Genderprofessorinnen gesehen, die diesen Begriff selbstbewusst auf ihre Professur beziehen.

Sie machen und können nichts, aber beschweren sich über Marginalisierung.

Sie schotten sich ab und beschränken ihre Tätigkeit darauf, alle zu beschimpfen, und beschweren sich über Ghettoisierung.

Seite 22: Der darin erhaltene Vorwurf des Partikularen, Unwissenschaftlichen und Politischen, der der Frauen- und Geschlechterforschung heute noch zuweilen gemacht wird und damit auch die Professoren für dieses Wissenschaftsfeld diskreditiert, hat »bei ganz vielen Kolleginnen zu Konversion, zu Absetzbewegungen geführt, weil sie das nicht ertragen haben«, schreibt Gudrun Axeli-Knapp.

Wäre es nicht naheliegend, dem Vorwurf einfach durch Wissenschaftlichkeit zu begegnen? Wenn man welche hätte?

Heißt auf deutsch: Gender Studies sind unerträglicher Blödsinn. Wird aber von vielen Frauen genutzt, weil man auf diesem Weg schnell und einfach in die Professur kommt und von dort dann leichter weiter. Ein riesiges Umgehungsprogramm für die Ausschreibungen nach Art. 33 II GG.

Vor ein paar Tagen beschwerte sich ein Soziologe bei mir darüber, dass ich Feminismus so oft der Soziologie zuordne. Dazu Seite 33:

Die Sozialwissenschaften werde immer wieder als die Referenzdisziplin der Frauen und Geschlechterforschung genannt (Hark). Insbesondere die Soziologie kann im Zusammenhang mit der Etablierung und Institutionalisierung der Frauen- und Geschlechterforschung in den Hochschulen zu Recht vorrangig genannt werden, weil in diesem Fach bis heute die meisten Professuren mit einer Denomination für Frauen- und Geschlechterforschung eingerichtet wurden.

Nicht nur das. Die Soziologie ist zu einem Misthaufen geworden, in dem jegliche Qualitätsanforderungen weggefallen sind, die völlige Politisierung als normal angesehen, wissenschaftliche Grundregeln über Bord geworfen und beliebiges Geschwätz zum Standard gemacht wurden. Wenn Feminismus der Schimmelpilz ist, dann ist die Soziologie der Nährboden dafür.

Seite 38: In den Zeiten des Aufbruchs und des Umbruchs in den 1960er und 1970er Jahren entwickelten sich die Hochschulen zu Orten der Politisierung. »Geschlecht« wurde zu einem Politikum.

Stimmt. Und deshalb hat es an der Universität nichts zu suchen. Denn da geht’s eigentlich um Wisssenschaft, und nicht um Politik. Nur hat sich da eben ein Politsumpf festgesaugt, der nichts kennt außer politischem Geschwätz. Insbesondere keine Wissenschaft.

Sie beschreibt auch, dass es ursprünglich um Frauenforschung ging, der Begriff aber bald verbrannt und schlecht angesehen, außerdem als unwissenschaftlich eingestuft wurde, und man das aus rein taktischen Gründen in „Gender” umbenannt hat, inhaltlich aber natürlich weiter „Frauenforschung” betrieben hat.

Seite 126: Einige Kolleginnen sind davon überzeugt, dass sie nur über die Frauenforschungsprofessuren, die es seit den 1980er-Jahren gibt, den Weg in eine Hochschule gefunden haben.

Davon bin ich auch überzeugt. Da sind viele unterwegs, die auf normalem Wege niemals an Abschlüsse und eine Professur gekommen wären. Aber in Gender Studies kann jeder Depp Professor werden – hauptsache weiblich. Manchmal merken sie es sogar selbst:

Seite 159: Die Rechtswissenschaftlerin Konstanze Plett ist der Ansicht, dass sie aufgrund der mangelnden Stringenz ihrer akademischen Laufbahn keine Chance gehabt hätte, auf eine »klassische« Professur in den Rechtswissenschaft berufen zu werden.

Es geht nicht um die Benachteiligung von Frauen. Es geht um die Hintertür zu den Futtertrögen für die, die die Vordertür nicht schaffen.

Und manchmal wundert man sich, wie blauäugig die schwere Korruption beschreiben, ohne es richtig zu merken. So wurde beschrieben, dass man in der Frühzeit Rita Süßmuth viel zu verdanken hatte. Dazu auf Seite 123:

Wie Ilona Ostner hatte auch Carol Hagemann-White hintereinander zwei verschiedene Professuren an unterschiedlichen Hochschulen inne. Ihre zweite Professur für »Allgemeine Pädagogik und Frauenforschung« an der Universität Osnabrück, die sie 1988 bekam, war ursprünglich für die Erziehungswissenschaftlerin Rita Süßmutzh geschaffen worden. Nicht nur Carol Hagemann-White empörte sich damals darüber, dass das Ausschreibungs- und Besetzungsverfahren für diese Professur kein offener Prozess war. Es ging ihr darum, mitbestimmen zu können, was »Frauenforschung« in der Bundesrepublik sein kann und sollte, sie wollte Definitionsmacht gewinnen. Rita Süßmuth trat die Professur nicht an, sie wurde 1988 zur Präsidentin des Deutschen Bundestags gewählt. Damit war die Bewerbungssituation um die Professur wieder offen.

Bei der zweiten war es eine Frage der Definitionsmacht in der Bundesrepublik. Da war die Stelle für Rita Süßmuth geschaffen worden. Es stand auch in der Ausschreibung. Wir haben uns quer durch die Bundesrepublik empört, dass da stand: »Es wird darauf hingewiesen, dass eine geeignete Bewerberin schon vorhanden ist«.

Empörung? Nur Empörung? Warum war da nicht die Staatsanwaltschaft da? Das ist Ämterpatronage, strafbare Untreue. Korruption in Reinkultur.

Wie Süßmuth da wohl Bundestagspräsidentin wurde?

Seite 151: Für Karin Flaake und Helga Grubitzsch war die Unabhängigkeit bei der inhaltlichen Gestaltung der Lehrangebote besonders wichtig.

Ja, auf jeden Fall, klar. Gestaltungs- und Definitionsmacht […] hatten wir bei der Ausgestaltung der Lehre, bei Prüfungen. […} Ich hatte immer das Gefühl, ich kann viel bewegen, alleine dadurch, dass ich den Studentinnen ermöglichen kann, über ihre geschlechtsbezogenen Themen zu arbeiten, das in den Prüfungen zum Thema zu machen.

Unglaublich. Korrupt und extrem inkompetent. Machen, was sie gerade wollen. Die haben sich nie auch nur ansatzweise damit beschäftigt, was sie da eigentlich tun und was ihre Pflichten sind. Prüfungsrechtlich sind solche Prüfungen nichtig, müssten von Amts wegen wieder kassiert werden. Denn die Freiheit von Forschung und Lehre betrifft – wie der Name schon sagt – Forschung und Lehre. Nicht Prüfung. Prüfungen sind hoheitliche Akte und Grundrechtseingriffe, und als solche nur auf gesetzliche Grundlage möglich. Die Prüfungsanforderungen hat der Gesetzgeber festzulegen, nicht der Professor. (Rechtsprechung Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht) Womit wir übrigens wieder bei der Verfassungsrichterin Baer und meiner Verfassungsbeschwerde rauskommen, denn Baer hat das auch nicht kapiert (oder will es nicht kapieren, weil es ihrer feministischen Titelmühle in die Quere käme). Baer ist die dafür zuständige Verfassungsrichterin.

Professorinnen haben die Möglichkeit, sich in eine Leitungsposition innerhalb der Hochschule wählen zu lassen und aus dieser Position heraus die institutionelle Verankerung von Frauen- und Geschlechterforschung in den Hochschulen voranzutreiben.

Gröblichst verfassungwidrig. Denn nur der Gesetzgeber kann die Anforderungen an Leistungsnachweise festlegen, und die sind wegen der Berufsfreiheit an das gebunden, was zum Schutz der Öffentlichkeit erforderlich ist.

Dass da einzelne Professorinnen ihre Macht missbrauchen, um da eine politische Agenda in die Hochschulen zu drücken, ist nicht nur grob verfassungswidrig, es ist eine Art Putsch von unten zugunsten einer totalitären Sekte.

Seite 155: Ich glaube, es wurde wertgeschätzt, dass ich viel geschrieben und viel herausgegeben habe. Ich war eine aktive Wissenschaftlerin, das wurde geschätzt. (Gudrun Axeli Knapp)

Geht nicht drum, was man schreibt. Inhalt egal. Hauptsache viel. So sieht’s dann auch aus.

Glaubt Ihr nicht?

Seite 156: Ebenso deutlich formuliert die Soziologin Dagmar Schultz die vorherrschende Gleichgültigkeit gegenüber den Arbeiten von Kolleginnen und Kollegen. In der Alice Salomon Hochschule Berlin, wo sie tätig war, fühlte sie sich weitgehend angenommen, fügt aber hinzu:

[…]möglicherweise aus Mangel an Interesse. Es hat niemand groß wissen wollen, was ich da mache. (Dagmar Schultz)

Hatten wir das nicht neulich schon vor dem Verwaltungsgericht Berlin? Als ich frage, was die Gender-Professorin Susanne Baer da eigentlich 10 Jahre lang gemacht haben will, weil man nichts davon findet, und die Humboldt-Universität einräumte, sie wisse das auch nicht, sie hätten nie hingeguckt?

In der Gesamtschau bestätigt dieses Buch in vielen einzelnen Fragmenten mein Bild von den Gender Studies und ihren Professorinnen:

Inkompetente und wissenschaftsunbefähigte Leute, die niemals auf normalem Wege die regulären Anforderungen an eine Professor erfüllen könnten (und dafür schlichtweg zu doof oder zu ideologisch sind), kommen über das Konstrukt der Gender Studies, der Frauenquoten, der reservierten Stellen und der völligen Anforderungslosigkeit in die Professuren.

Dann teilen sie sich in zwei Gruppen auf.

Den einen ist das dumme Geschwätz zu peinlich. Sie streiten den Gender-Quatsch aus ihrer Professur und freuen sich, dass sie über den Umweg an einen Professur gekommen sind, die der regulären Ausschreibung entzogen wurde (und damit illegal ist).

Die anderen bleiben in den Gender Studies, können nichts, machen nichts, täuschen Publikationen nur quantitativ vor, kommen damit aber durch, weil eh niemand hinguckt und niemand wissen will, was die da treiben.

Und weil sie so wirklich gar kein Ahnung von Recht und Verfassung haben (nicht mal dann, wenn sie Verfassungsrichterin sind), setzen sie sich auch darüber hinweg, machen was sie wollen, drücken Politik rein und verstoßen damit auch gleich gegen die Freiheit von Forschung und Lehre.

So sehen Korruption, Wissenschafts- und Staatsversagen aus.“

Buchkritik: “Pionierarbeit” von Ulla Bock

 

Ein Sozialwissenschaftler würde möglicherweise weniger harsch formulieren wie der Informatiker, aber seine Empörung hat doch auch was.

Respekt!!! (Auch für den Umfang.)

 

 

Div. Lesefrüchte

Gefunden in faznet vom 18.02.

Islam und Körper – 

Das sexuelle Elend der arabischen Welt

In den Ländern Allahs herrscht ein krankes Verhältnis zur Frau und zum Begehren. Das muss wissen, wer bei der Bewertung der Kölner Silvesternacht der Naivität entkommen will.

Von KAMEL DAOUD

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/islam-und-koerper-das-sexuelle-elend-der-arabischen-welt-14075502.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

 

 

 

 

Meine 5. Wochenschau

Eine banaler Satz: Das Jahr vergeht so schnell … Doch in Sachen Flüchtlinge, Migration und Krieg erscheint es, als ob sich die grundlegenden Probleme nicht bewegen. Es sieht nicht aus, als ob sich die Dinge im Nahen Osten zum Besseren wenden. Ob es die früheren Fehler der USA sind oder die Verbrechen Assads oder das blinde Bomben der sog. Allianz oder  die neuen Kriegsverbrechen der russischen Bomber – es wird immer bedrückender.

Es wird mehr Flüchtlinge geben, und zusammen mit diesen werden mehr Migranten kommen. Die unterschiedlichen Motivationen gilt es zu unterscheiden. Das wird auch in dem von mir gelesenen und kommentierten Beitrag in „Der Freitag“ so gesehen:

HOUSSAM HAMADE _17.02.2016_ 10 Thesen zur Flüchtlingsfrage

„Meine 5. Wochenschau“ weiterlesen

Diesmal aus AZ München

 

Youtube-Video aus MünchenU-Bahn-Attacke: Das geschah davor, so ging es weiter

az03.02.2016 18:31 Uhr

 

Zu dem Video, das eine Auseinandersetzung in einer Münchner U-Bahnzeigt, kommen immer mehr Details ans Licht. Es stellt sich heraus, dass die Täter auch vor und nach dem Vorfall unangenehm aufgefallen sind. 

 

München – Es sind etwa 32 Sekunden, über die derzeit in München und darüber hinaus heftig diskutiert wird. So lange dauert das Video, das ein Augenzeuge von einer handgreiflichen Auseinandersetzung in der U1 in der Nähe der Haltestelle Sendlinger Tor gemacht und in den sozialen Medien veröffentlicht hat.

Darauf zu sehen ist, wie schon ausführlich berichtet, wie eine Gruppe von drei jungen Männern andere Fahrgäste angreift. Unmittelbar nachdem sich das Video am Montag im Internet viral verbreitet, es immer häufiger angesehen und geteilt wurde, konnte die Münchner Polizei noch nicht viel über den Sachverhalt sagen. Außer, dass man Kenntnis über den Vorfall habe und die Ermittlungen laufen.

Erste Erkenntnisse gab es dann am Dienstag. (Einen ausführlichen Bericht zu den Ermittlungen am Dienstag finden Sie hier.) Unklar war aber weiterhin, was passierte, bevor der Student auf den Aufnahmeknopf seines Smartphones drückte, was im Anschluss geschah und welchen strafrechtlichen Vorwurf man den drei Personen überhaupt machen kann. Jetzt ist es der Polizei gelungen, den Vorgang in der U1 zu rekonstruieren.

 Vor die Füße gespuckt, an den Po gefasst, gegen Scheibe geschlagen 

 

Demnach hat einer der drei Männer in der U1 Richtung Candidplatz einer älteren Frau aus München ohne erkennbaren Grund vor die Füße gespuckt. Als die gehbehinderte Dame und ihr Ehemann daraufhin aufstanden, habe er ihr an den Po gefasst und versucht, ihr ein Bein zu stellen. Anschließend setzten sich die beiden Herrschaften in ein anderes Abteil und erstatteten später Anzeige bei der Polizeiinspektion 32 in Grünwald.

Im U-Bahnwaggon gab sich der Mann, der die Dame bedrängt hatte nicht zufrieden, sprach eine junge Frau an und fasste ihr ins Haar. Nachdem sie ihm zu verstehen gab, sie in Ruhe zu lassen, schlug er gegen eine Fensterscheibe des Waggons. Das rief andere Fahrgäste auf den Plan, die daraufhin die Gruppe aufforderten, sich zu mäßigen.

Dann begann die Auseinandersetzung, die im Video zu sehen ist: Einer der drei Männer ging auf einen Fahrgast los, versuchte ihn zu schlagen und zu würgen. „Nur aufgrund couragierten Eingreifens weiterer Fahrgäste konnte die angespannte Situation entschärft werden.“, beschreibt die Polizei die Situation.

 

Das passierte nach dem Video: Weitere Pöbeleien in der U5

 

Am Hauptbahnhof stiegen die drei Männer in eine U5 Richtung Neuperlach um. Auch dort verhielten sie sich weiterhin agressiv und laut, so dass Fahrgäste eine Streife der U-Bahnwache auf sie aufmerksam machten. Aber auch vom Sicherheitspersonal ließen sie sich nicht zur Vernunft bringen und weigerten sich, ihre Fahrkarten vorzuzeigen.

Nur „unter Zwang“, wie die Polizei schildert, konnte man die drei Männer am U-Bahnhof Lehel aus dem Zug befördern. Anschließend kümmerten sich drei Polizeistreifen um die Feststellung der Personalien der Männer und entließen sie nach den polizeilichen Maßnahmen. Von den Vorgängen in der U1 wussten die Beamten zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

 

„Massendelikt“, das ohne die mediale Aufmerksamkeit gar nicht im Polizeibericht gelandet wäre

 

Mittlerweile ist klar, dass es sich bei den drei Tatverdächtigen um drei 19-, 20- und 25-jährige Asylbewerber aus Afghanistan handelt, die derzeit in München und im Umland untergebracht sind. Zwei von ihnen wurden bereits abgelehnt, das Verfahren des dritten läuft noch.

Wie bei jedem Fall, ermittelt die Polizei jedoch in alle Richtungen und prüft die Tatbestände „versuchte Körperverletzung“, „Nötigung“, „Hausfriedensbruch“, „Beleidigung auf sexueller Basis“ und „Leistungserschleichung“. Es handelt sich um „Massendelikte“, die in München tagtäglich sowohl von Ausländern als auch von Deutschen begangen würden – vor allem wenn Alkohol im Spiel ist. „Dabei handelt es sich allerdings um strafrechtlich sehr niederschwellige Tatvorwürfe, die zu keinen freiheitsentziehenden Maßnahmen führen“, sagt Polizeisprecher Thomas Baumann.

Auch Täter mit deutscher Staatszugehörigkeit kämen nicht ungeschoren davon. Sie müssten, wie die drei Afghanen, mit einer Geldstrafe rechnen. U-Haft ist in solchen Fällen nicht üblich. Die Polizei ermittelt, ob die Tatverdächtigen noch mehr angestellt haben. Sollte das der Fall sein, könnte dies sich strafverschärfend auswirken. Doch auch dann gilt eine Haftstrafe als unwahrscheinlich.

Ohne die enorme Aufmerksamkeit durch das Video und dem Aufschrei in den sozialen Medien, weil es sich bei den Tätern um Afghanen handelt, wäre davon wohl gar nicht im Polizeibericht berichtet worden. Die Polizei versucht, alle Zeugen und Betroffenen des Vorfalls zu ermitteln und zu befragen. Die junge Frau aus der U 1 hat sich inzwischen gemeldet, auch das ältere Ehepaar hat eine Aussage gemacht. Unklar ist, warum die drei Afghanen auf Krawall aus waren. Provoziert seien sie nicht worden, so die Polizei.

 

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der Flut an unsachlichen und fremdenfeindlichen Kommentaren mit teilweise strafrechtlich relevantem Inhalt sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag zu deaktivieren. Wir bedauern, dass eine sachliche Diskussion zu diesem Thema offenbar nicht möglich ist.

Diesmal aus „Die Welt“ 02.02.2016

29.01.16

Oxford-Ökonom

„Ist Merkel schuld an Flüchtlingskrise? Wer sonst?“

Der Migrationsforscher Paul Collier weist allein Angela Merkel die Schuld an der Flüchtlingskrise zu. Die deutsche Einwanderungspolitik habe niemanden gerettet – sondern „eher Tote auf dem Gewissen“. Von  

Oxford-Ökonom Paul Collier hat mit seinem jüngsten Buch zum Thema Migration nicht nur in der Wissenschaft Furore gemacht. Er sieht keine Alternative zu Stabilisierung und zum Wiederaufbau der Heimatländer der Flüchtlinge

Foto: Getty ImagesOxford-Ökonom Paul Collier hat mit seinem jüngsten Buch zum Thema Migration nicht nur in der Wissenschaft Furore gemacht. Er sieht keine Alternative zu Stabilisierung und zum Wiederaufbau der Heimatländer der Flüchtlinge

Paul Collier ist ein viel beschäftigter Mann. Der in Oxford lehrende Ökonom(Link: http://users.ox.ac.uk/~econpco/) gehört zu den führenden Migrationsforschern weltweit. Seine Empfehlungen zur Lösung der größten Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg sind gefragt. Gleich zu Beginn des Interviews mahnt er zur Eile, die Investorenlegende George Soros brauche Rat für die passende Entwicklungshilfe.

Der ehemalige Direktor der Weltbank warnt vor falschen Tabus und plädiert für eine leidenschaftslose Analyse. Die Polarisierung zwischen Gegnern und Befürwortung der Einwanderung mischt er gehörig auf. Nichts verdeutlicht das mehr als sein wegweisendes Buch zum Thema Migration, das er 2014 unter dem Titel „Exodus: Warum wir Einwanderung neu regeln müssen (Link: http://www.randomhouse.de/Buch/Exodus/Paul-Collier/e309019.rhd) “ geschrieben hat. Der „Welt“ gab der 62-jährige Brite, der selbst Enkel eines Einwanderers ist, exklusiv ein Interview.

Die Welt: Derzeit befinden sich 60 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Dennoch warnen Sie, dass dieser Exodus erst der Beginn sein könnte. Warum?

Paul Collier: Man muss da ganz klar unterscheiden. Wir haben es in dieser Flüchtlingskrise zum einen mit gescheiterten Staaten wie Syrien zu tun. Den Menschen, die von dort flüchten, geht es um das nackte Überleben. Da reden wir von ungefähr 14 Millionen Menschen. Und dann gibt es noch all jene, die in armen Ländern leben und sich auf den Weg in die reiche westliche Welt machen, um dort ihr Glück zu finden. Das sind Hunderte Millionen Menschen. Eine gewaltige Masse, die, wenn sie sich einmal in Bewegung setzt, kaum noch steuerbar ist.

Die Welt: Müssen wir uns darauf einstellen, dass sich halb Afrika auf den Weg macht?

Collier: Das Chaos in vielen afrikanischen Staaten nimmt definitiv zu. Der frühere Weltbank-Ökonom Serge Michaïlof vertritt ja die These, dass die Region südlich des Äquators das nächste Afghanistan werden könnte. Dort leben etwa 100 Millionen Menschen, und vor allem in Mali und im Niger ist die Lage bereits sehr instabil. Und dann kommt da die deutsche Kanzlerin und spricht davon, dass Europas Türen offen sind. Überlegen Sie doch einfach mal, wie das bei diesen Menschen ankommt.

Die Welt: Sie meinen, Angela Merkel ist schuld an der Flüchtlingskrise in Europa?

Collier: Wer sonst? Bis zum vergangenen Jahr waren Flüchtlinge für Europa kein großes Thema. Ich verstehe bis heute nicht, warum Frau Merkel so gehandelt hat. Sie hat Deutschland und Europa damit definitiv ein gewaltiges Problem aufgebürdet, das sich nun auch nicht mehr so einfach lösen lässt.

Die Welt: Wird das Merkel die Kanzlerschaft kosten?

Collier: Das kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Aber was ich sagen kann: Durch ihre Kommunikation hat sie aus Flüchtlingen erst Migranten gemacht.

Die Welt: Das bedeutet?

Collier: Ganz einfach: Deutschland gefällt sich offensichtlich in der Retterrolle. Aber es grenzt an keines der Krisen- oder Kriegsländer. All diese Menschen, die zu Ihnen kommen, haben sich aus sicheren Drittstaaten auf den Weg gemacht. Deutschland hat keinen einzigen Syrer vor dem Tod gerettet. Im Gegenteil: Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen. Die Sache ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Viele Menschen haben Merkels Worte als Einladung verstanden und sich danach überhaupt erst auf den gefährlichen Weg gemacht, haben ihre Ersparnisse geopfert und ihr Leben dubiosen Schleppern anvertraut.

Die Welt: Dann hat Ungarns Premier Viktor Orbán recht, wenn er Europa durch Zäune und Wälle vor dem Ansturm der Massen schützen will?

Collier: Mich interessiert in keiner Weise, was einzelne Politiker dazu zu sagen haben. Aber Grenzen und Zäune sind sicherlich nicht die Lösung für das Problem.

Die Welt: Sondern?

Collier: Es muss einen radikalen Schwenk in der Kommunikation geben. Europa muss klar sagen, dass sich die Wohlstandsmigranten gar nicht erst auf den Weg zu machen brauchen. Und auch die Flüchtlinge, die sich in Sicherheit bringen wollen, können das nicht länger in Europa tun, sondern in den sicheren Nachbarstaaten, ganz so, wie es völkerrechtlich festgelegt ist. Das Prinzip, dass sichere Anrainerstaaten Schutz bieten sollen, muss aus zwei Gründen zwingend gelten: Zum einen kommen die Flüchtlinge in das sichere Nachbarland am einfachsten hinein, ohne sich unnötig in Gefahr zu bringen. Und wenn wieder Frieden in ihrer Heimat herrscht, können die Flüchtlinge auch sehr einfach wieder zurück und beim Wiederaufbau helfen.

Die Welt: Viele Flüchtlinge in Deutschland scheinen sich allerdings langfristig hier niederlassen zu wollen.

Collier: Das wird in der ganzen Diskussion oft vergessen. Es machen sich vor allem die vergleichsweise gut ausgebildeten und relativ Wohlhabenden auf den Weg. Genau diese Menschen werden auch nicht wieder zurückgehen, wenn sie einmal im Westen Fuß gefasst haben. Den Krisenländern fehlen dann genau jene Menschen, die sie für eine stabile Zukunft am dringendsten brauchten.

Die Welt: Aber der Libanon, die Türkei und Jordanien können die Last doch jetzt schon nicht mehr schultern.

Collier: Ich habe mir eines dieser Aufnahmelager in Jordanien angesehen. Das Leben dort ist nicht großartig, aber erträglich. Und nur darauf kommt es an. Wir müssen den Menschen, die ihre Heimat nicht freiwillig verlassen haben, helfen. Aber deshalb haben sie noch lange keinen Anspruch auf einen Platz im europäischen Wohlstandshimmel.

Die Welt: Damit machen Sie es sich aber sehr einfach.

Collier: Nein, keineswegs. Natürlich sollen die Schwellenländer nicht auf den Kosten der Flüchtlingsversorgung sitzen bleiben. Es ist definitiv Sache der reichen Länder, sie dafür angemessen zu entschädigen.

Die Welt: Dann gefällt Ihnen Schäubles Vorschlag eines Marshallplans für die sicheren Anrainerländer?

Collier: Absolut, das ist genau der richtige Ansatz. Dreh- und Angelpunkt ist es allerdings, all diese Menschen wieder in Jobs zu bringen. Momentan haben die Flüchtlinge in den großen Auffanglagern in Jordanien oder der Türkei keine wirkliche Perspektive. Bringt man sie vor Ort in Jobs, schwindet auch der Anreiz, weiter nach Westeuropa zu ziehen. Wer Jobs schafft, hat auch eine gewisse Kontrolle über die Flüchtlinge. Zäune hingegen oder Schutzgeld für die Türkei sind weniger effektiv.

Die Welt: Wer soll denn diese Millionen von Jobs in Jordanien schaffen?

Collier: Die deutsche Wirtschaft ist dafür geradezu prädestiniert. Deutsche Unternehmen haben doch massenhaft Jobs nach Polen oder in die Türkei verlagert. Warum also nicht auch nach Jordanien?

Die Welt: Weil es dort unter anderem an der nötigen Infrastruktur, Absatzmärkten und ausgebildetem Personal fehlt?

Collier: Jordanien hat sogar extra Wirtschaftszonen eingerichtet, die bestens erschlossen sind. Auch müssen sie kein Kernphysiker sein, um in einer Werkhalle zu arbeiten. Die Syrer sind nicht schlechter qualifiziert als etwa die Türken.

Die Welt: Wenn es so einfach ist, warum streitet Europa dann über Grenzsicherung und Flüchtlingsobergrenzen?

Collier: Europa führt die völlig falsche Debatte. Die Europäische Union ist nicht zuständig für die Aufnahme der Flüchtlinge. Es ist aber sehr wohl zuständig dafür, seine eigenen Grenzen zu sichern, entweder gemeinschaftlich oder, wenn das nicht geht, dann eben jeder Einzelstaat für sich. Ich verstehe nicht, warum darüber überhaupt debattiert wird.

Die Welt: Weil das Schengenabkommen, eine der zentralen Errungenschaften des Binnenmarktes, damit unweigerlich zu Grabe getragen würde.

Collier: Schengen ist doch längst tot. Und wissen Sie was: Das macht auch nichts. Meine Heimat Großbritannien ist auch nicht Teil des Schengenabkommens. Ich kann nicht erkennen, dass das irgendeinen Nachteil hätte. Schengen ist nur so ein theatralisches Symbol der Brüsseler Politiker. Man will damit so etwas wie einen europäischen Staat suggerieren. Aber Schengen hat nichts mit Europa zu tun. Was zählt, ist, dass wir von einem Land ins andere reisen können. Und das geht auch ohne Schengen.

Die Welt: Das sehen die Exporteure innerhalb der EU definitiv anders. Sie befürchten enorm steigende Kosten, wenn die Grenzbäume wieder unten sind.

Collier: Das Argument halte ich für vorgeschoben. Wenn ich nach Kontinentaleuropa einreise, zeige ich meinen Pass vor, das dauert zehn Sekunden, und mehr Aufwand ist das nicht. Wichtig ist, dass man frei reisen kann, und dafür braucht man kein Schengen. Es ist doch ganz einfach: Jedes Land ist dafür zuständig, seine eigenen Grenzen zu sichern. Sie können auch nicht einfach so nach Botsuana einreisen. Warum soll das in Europa anders sein?

Die Welt: Also wird Europa nicht an einem möglichen Ende von Schengen zerbrechen?

Collier: Europa wird überhaupt nicht zerbrechen. Das ist alles übertrieben. Das Problem wird gelöst werden, entweder durch die Staaten gemeinsam oder durch einzelstaatliche Lösungen.

Die Welt: In Ihrem Buch haben Sie davor gewarnt, dass zu viele Migranten die soziale Struktur der Gesellschaft gefährden. Gerade nach den Übergriffen von Köln ist diese Gefahr doch real?

Collier: Das glaube ich nicht. Die Menschen werden erkennen, dass der Zustrom nur die Folge eines großen Politikfehlers war, der wieder behoben wird. Aber sicher wird es mit der Integration schwierig. Diese wird umso schwieriger, je mehr Migranten sich in einem Land befinden und auf engem Raum zusammenleben. Denn dann sinkt die Notwendigkeit, sich wirklich kulturell und sprachlich für das Gastland zu öffnen. In der Folge entstehen schwer steuerbare Parallelgesellschaften.

Die Welt: Beispiele dafür gibt es zuhauf. Aber an welchen Ländern, die das Problem gut gelöst haben, könnte sich Europa denn ein Beispiel nehmen?

Collier: Die USA haben die Einwanderung erfolgreich für sich nutzen können. Und auch Kanada und Australien sind Beispiele für gute Integration. Beide Länder betreiben eine sehr selektive Zuwanderungspolitik. Kanada etwa nimmt nur 25.000 Syrer auf – und auch nur Familien, keine allein reisenden jungen Männer. Viele Probleme, über die Europa jetzt klagt, entstehen so gar nicht erst.

Meine 4. Wochenschau

Im Tagesspiegel wurde zum Holocaust Gedenktag am 26.01.2016 ein Kommentartext mit folgendem Beginn veröffentlicht:

„Holocaust-Gedenktag

Die Bundesregierung muss die Juden in Deutschland schützen

Von Stephan-Andreas Casdorff

Die moralische Pflicht, die der Holocaust jeder deutschen Regierung auferlegt, besteht nicht allein im Erinnern. Es muss jeder Gefahr der Wiederholung entgegengewirkt werden. Ein Kommentar.

(…)“

Mir kamen bei der Lektüre des Tagesspiegel-Artikels erhebliche Bedenken hinsichtlich dieses Zieles „Schutz der Juden“ und den durch die muslimische Einwanderungswelle erhöhten Risiken. Den folgenden Text „Voll ins Risiko“ habe ich in die Forum-Diskussionsseite geschickt; mein Account wurde gelöscht.

Voll ins Risiko

Sind die Risiken abgewogen worden? Der Autor meint dass die Kanzlerin wusste, was sie tat:

Merkel hat es selbst bereits anklingen lassen. Unter den vielen, die nach Europa und ganz besonders nach Deutschland kommen, sind Islamisten, sind Muslime, die alles andere und vor allem alles Jüdische ablehnen. Die streben nicht nach den Idealen der Aufklärung; und von denen sind manche nicht nur in ihren Sprüchen radikal.

Das ist sehr vorsichtig formuliert. Man kann auch sagen: Die Erfolge bisheriger Integrationsarbeit sind bescheiden. Die Arbeitslosenquoten in der 1. und 2. Generation der muslimischen Migranten liegen hoch, die Einstellungen zu demokratischen Werten wie Toleranz und Respekt vor Andersgläubigen sind Besorgnis erregend (WZB-Studie), aktive Gewalterfahrungen häufig (Pfeiffer ua 2010).

Polizei, Verwaltung und Justiz sind in den vergangenen Jahren zusammen gestrichen worden; auf die von der Kanzlerin noch angeheizte Einwanderungswelle sind sie nicht vorbereitet. Dies Land hätte vorbereitet sein können, wenn die Regierung die verfügbaren Informationen und Warnungen aufgenommen hätte; sie hat es nicht.

Die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander sind schlecht, weil die CDU bis vor Kurzem von Ein- und Zuwanderung nichts wissen wollte. Der Kurswechsel verdankt sich m. E. nicht Flüchtlingsnotwendigkeiten, sondern einer Einanderungseuphorie. Vorher mögliche Steuerungen der Einwanderung waren verpasst; dann Merkels Panikhandlung.

Der Fund von Recklinghausen und das Ereignis von Köln sind Schlaglichter auf undurchsichtige, gefährliche Parallelgesellschaften. Es sind Männer hinzu gekommen, die hinsichtlich Gewalt und Kampf elektrisiert sind durch IS-Propaganda. Dazu in ihren Heimatgesellschaften: Wenig Aufstiegchancen, Männerüberschuss wg. Vielehenresultierende.

Was daraus aus meiner Sicht resultiert: Gefahr insbesondere für Bürger jüdischen Glaubens. Da kann die Kanzlerin noch so betroffen schauen.

Und 2016 kommt eine weitere Million hinzu.“

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Nach diesem Text erfolgte von der „Community“ des Tagesspiegels die Abschaltung. Ich hatte vorher einige Kommentare geschrieben mit kritischen Anmerkungen zu arabisch-islamischen Gesellschaften. Nach der Abschaltung fragte ich nach den Gründen; man antwortete, meine Texte seien insgesamt rassistisch und islamfeindlich, damit Fremdenfeindlich. Unter Anderem hatte ich auf eine WZB-Studie hingewiesen, nach welcher die Mehrheit (>65%) der  in Deutschland lebenden Muslims unemokratische Werthaltung häten, namentlich dass die Regeln des Korans Vorrang vor weltlichen Gesetzen hätten.

Weeiterhin hatte ich in Zweifel gezogen, dass eine gegen den Islam gerichtete Haltung gleichbedeutend mit Rassismus sei. Zu den von LehrerInnen berichteten Äusserungen Jugendlichen arabischer Herkunft, dass Deutsche beschimpft würden (- deutsche Mädchen auch als Huren) gab es seit 2010 gelegentliche Pressedabatten über „Deutschenfeindlichkeit“. Im Tagesspiegel wurde Ansichten von Wissenschaftlerinnen mit dem Tenor wiedergegeben,  dass es a. keine Deutschenfeindlichkeit gebe und b. dieser Begriff unzulässig sei, weil „der Westen“ Unterdrücker der anderen Völker seim, und c. dass jede unschöne Äusserung eines Unterdrückten als Reaktion auf Unterdrückung durch Unterdrücker gesehen werden müsse. Mit anderen Worten: Wenn ein arabischer Rotzlöffel  seine Mitschülerin als „ungläubige Nutte“ beschimpft, ist diese als Vertreterin der Unterdrückerklasse selbst schuld. Seither erwähnt der Tagesspiegel „Deutschenfeindlichkeit“ nicht mehr

Hier der Text dazu aus einer Webseite, die uA vom DGB und GEW unterstützt wird:

„Deutschenfeindlichkeit“ – Was soll das sein?

„Deutschenfeindlichkeit“ taucht in gewisser Regelmäßigkeit in Debatten um Rassismus auf. Doch der Begriff missachtet Machtverhältnisse von Minderheiten und Mehrheitsgesellschaft und ist ein Kampfbegriff aus der rechten Ecke.

Von Yasemin Shooman

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/kommentare/deutschenfeindlichkeit-4956/

Die pauschale Verunglimpfung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft ist in jedem Fall rassistisch, egal ob die Opfer Zuwanderer oder Deutsche sind. Hier darf auch der Gesetzgeber keine Unterschiede machen. Wer in Deutschland Haß gegen Ausländer schürt, der wird wegen Volksverhetzung bestraft. Und das ist auch gut so. Wer aber zum Haß gegen die deutsche Bevölkerung aufstachelt oder Deutsche generell beschimpft, der geht straffrei aus.“

Rückgabe von Diskriminierung

Wenn Angehörige gesellschaftlich marginalisierter Gruppen durch „deutschenfeindliche“ Äußerungen und Taten auffallen, stellt sich jedoch die Frage, inwiefern es sich hierbei um die Übernahme ethnisierender Zuschreibungen und die Rückgabe erlebter Diskriminierungen handelt. Die strukturelle Ausgrenzung, die solche Jugendlichen erfahren, tritt nicht zuletzt in der Verweigerung von Zugehörigkeit zutage. Wenn die Betreffenden von der Mehrheitsgesellschaft, deren Zuschreibungsmacht gegenüber Minderheiten nicht zu unterschätzen ist, ständig als „AusländerInnen“ „MuslimInnen“ oder „MigrantInnen“ bezeichnet werden, ist eine daraus folgende Selbstsethnisierung wenig verwunderlich, da ihnen andere Identitätsangebote nicht zur Verfügung stehen. Denn unsere Selbstverortung als Individuum hängt bekanntlich in hohem Maße auch davon ab, wie wir erleben, dass uns die anderen sehen.“

 

Interessant finde ich hier, dass der Begriff „deutschenfeindlich“ in ähnlicher Weise durch die Anführungszeichen als nicht wirkliche, nur angebliche Frage lächerlich gemacht wird. Ähnlich wurde lange im TV der „besorgte Bürger“ eingestuft; das habe ich seit der Woche nach Köln nicht mehr gefunden.

Ich erlaube mir, den Begriff „Flüchtlinge“ mit diesem Begriff zu schmücken.

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War oben der Begriff „Deutschenfeindlichkeit“ als Kampfbegriff der rechten Ecke geschmäht worden, so rückt das den BMI und die renommierten Forscher dorthin, denn sie nehmen gerade diese Bezeichnung auf:

Pfeiffer u. a. (2010): Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrungen, Integration, Medienkonsum – Zweiter Bericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesinnenministeriums des Innern und des Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN)

In extremer Form äußern sich negative Einstellungen gegenüber Deutschen in aggressiven Übergriffen; in Anlehnung an den Begriff der „Ausländerfeindlichkeit“ lässt sich hierbei auch von „Deutschfeindlichkeit“ sprechen. Die nichtdeutschen Jugendlichen sollten im Fragebogen angeben, ob sie schon einmal jemanden beschimpft oder geschlagen und verletzt haben, weil er Deutscher war bzw. ob sie schon einmal ein Haus beschädigt haben, das von Deutschen bewohnt wurde. Fast ein Viertel der nichtdeutschen (westdeutschen) Jugendlichen berichtet davon, bewusst einen Deutschen beschimpft zu haben (23,7 %); 4,7 % haben absichtlich einen Deutschen geschlagen, 2,1 % ein von Deutschen bewohntes Haus beschädigt.

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Zu der Frage „Anti-Islamismus = Rassismus“ gibt es eine ältere Veröffentlichung in der TAZ – http://www.taz.de/!5166212/

NECLA KELEK: Muslime missbrauchen Rassismusbegriff

Der menschliche Makel

Die Muslimverbände bagatellisieren nicht nur den Rassismus-Begriff, sie schlagen auch Kapital aus dem Schreckenswort. Es wird zum Knüppel gegen Kritik und verschleiert eigene Ressentiments.

Der Mensch wird als Muslim geboren, wenn nicht, macht ihm der Islam das Angebot, diesen menschlichen Makel durch Übertritt zu tilgen. Jedes Kind mit einem muslimischen Vater ist nach islamischem Brauch per Geburt Muslim, denn Muslimsein ist in den Augen der Gläubigen die natürliche Form des Menschseins. Austreten kann man aus dieser Religion nicht, es sei denn, man nimmt den Tod mit anschließender Höllenfahrt in Kauf.

Der Einzelne ist per Geburt Muslim, wie ein anderer große Ohren oder blonde Haare hat. Eine Entscheidung über diesen Zustand steht ihm nicht zu, er ist sozusagen von Gott gegeben. Ihn wegen dieser Besonderheit oder dieses Stigmas zu kritisieren, ist deshalb diskriminierend, weil Muslimsein das eigentliche menschliche Privileg ist und ein Muslim nichts dafür kann, dass er Muslim ist.

So jedenfalls erscheint das schlichte Argumentationsmuster des Koordinierungsrats der Muslime (KRM), der Dachorganisation der Islamverbände in Deutschland, und des Interkulturellen Rats, eines Zusammenschlusses von Gewerkschaftern und anderen „Antirassisten“, zu sein. Sie rufen ab heute zu „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ auf: „Islamfeindlichkeit ist die gegenwärtig an meisten verbreitete Form von Rassismus in Deutschland“, lassen sie verlauten.

Nun könnte man sich über die Schlichtheit der Argumentation lustig machen (es würde wohl wiederum den Vorwurf des Rassismus nach sich ziehen), wenn die Sache nicht so politisch irre wäre. Irre, weil hier die Spitzenorganisation des Islam in Deutschland die Muslime zu Opfern von Rassismus stilisiert, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, wie gefährlich es ist, Begriffe auf diese Weise zu bagatellisieren. „Unter Islamfeindlichkeit verstehen wir“, so im Aufruf der Organisatoren „wenn Muslime herabwürdigend beurteilt und Diskriminierungen befürwortet werden”.

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Und zum Schluss für diese Woche einige Gedanken zur Frage, wie viele Menschen evtl. für den Familienzuzug in Frage kommen. Ausgangspunkt ist der Umstand, dass rd. 80% der „Flüchtlinge“ Männer sind. Der nachfolgende Text ist ein Ausschnitt eines Berichtes in der WELT 30.09.2012     http://www.welt.de/politik/deutschland/article109544417/Polygamie-in-der-Migranten-Parallelgesellschaft.html

„Polygamie in der Migranten-Parallelgesellschaft

Etliche Muslime in Deutschland sind mit mehreren Frauen verheiratet. Einige können ihren Miniharem nur dank Hartz IV finanzieren. Über das heikle Thema schreibt der Jurist und Autor Joachim Wagner. (…)

Polygamie – 30 Prozent aller arabischstämmigen Männer?

Nach den Beobachtungen von Claus Röchert, Leiter der AG Integration und Migration der Berliner Polizeidirektion 5, ist die Vielehe in der „arabischen Community ein gängiges Phänomen, insbesondere unter Libanesen und Palästinensern“. Der palästinensische Betreuer junger Straftäter, Nader Khalil, nimmt an, dass 20 Prozent von seinen Freunden in Berlin eine Zweitfrau haben.

Der libanesische Familienhelfer Abed Chaaban in Neukölln schätzt, dass 30 Prozent aller arabischstämmigen Männer in Berlin mit zwei Frauen verheiratet sind – mit einer staatlich, mit der anderen islamisch.

Die Zahl der Mehrehen hat nach den Erfahrungen von Röchert, Chaaban, der Flensburger Familienrechtsanwältin Sabine Scholz sowie einer Neuköllner Männer- und Väter-Selbsthilfegruppe in den letzten Jahren sogar zugenommen. Trotzdem: Vielehen sind ist noch lange kein Massenphänomen, aber auch „keine Einzelfälle“ mehr.

Dass sich die Polygamie trotz Verbots hierzulande einnistet, hat fünf Ursachen. Erstens: Die Scharia duldet Vielehen mit bis zu vier Frauen. Zweitens: In der Anonymität der modernen Gesellschaft und der Vielfalt der Partnerbeziehungen lässt sich das Zusammenleben mit mehreren Frauen beziehungsweise Familien gut tarnen.

Drittens: Wirtschaftlich braucht der Mann sich nicht um die Zweitfrau zu kümmern, weil der Staat die Unterhaltspflichten für die Zweitfrau und ihre Kinder über Hartz IV übernimmt. Viertens: Die Imame scheren sich nicht um den Hintergrund von Eheschließungen, interessieren sich nicht dafür, ob sie gerade die Erst-, Zweit- oder Drittfrau trauen.

Polygamie durch Orientierung an Scharia

Dass in Deutschland heute wieder in Miniharems gelebt wird, liegt daran, dass sich viele geistliche Trauungen an der Scharia orientieren und einige Männer das Nebeneinander von islamischem und deutschem Familienrecht rücksichtslos zu ihrem Vorteil nutzen. Fast alle Imame fragen wie etwa der Neuköllner Eheschließer Ali Chahrour vor einer Trauung nicht nach dem Familienstand des Mannes.

Auch die Flensburger Familienrechtsexpertin Sabine Scholz sieht in den Imamen die Hauptverantwortlichen. Als Verfahrensbeistand für zwei Kinder lernte sie einmal eine Frau kennen, die weitere sechs Kinder hatte. Jahrelang hatte sie nicht gewusst, dass sie eine Zweitfrau war, da sie nur religiös getraut war.

Als der Geistliche sie verheiratete, hätte der eigentlich wissen müssen, dass ihr Mann bereits standesamtlich verheiratet war und vier Kinder hatte, denn er lebte mit seiner Erstfamilie im selben Stadtteil, in der Flensburger Nordstadt.

Nur schwer kann die Anwältin ertragen, dass der Staat diese Zweitehe auch noch finanziert, weil das Jobcenter den Vater der Kinderschar unbehelligt lässt. Die Zweitfrau gab sich gegenüber den Ämtern, auch nicht ganz korrekt, als Alleinerziehende aus und kassierte mit Wohngeld, Kindergeld, Erziehungsgeld und Unterhaltsvorschuss für die acht Kinder so viel, dass sie nicht einmal mehr einen Hartz-IV-Antrag stellen musste.

Vielehen durch Sozialstaat finanziert

Den Behörden erzählte sie, dass sie von einigen Kindern den Vater nicht kenne, von anderen nannte sie den wirklichen Vater, der ihr gegenüber, was sie aber Jahre nicht wusste, einen anderen Namen nutzte als bei ihrer Konkurrentin. Und wenn der Mann bei der Erstfrau weilte, machte er der Zweitfrau weis, dass er beruflich nach Berlin müsse, und tauchte dann für mehrere Tage oder Wochen nicht mehr auf.“

 

 

 

 

 

 

 

Keine neues Thema

DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) – AKTUELL


 Aus dem „Rotary-Magazin“ – Heft 11/2010

Ein lange ignoriertes Problem

Deutschenfeindlichkeit an deutschen Schulen

„Zwischenruf“ von Josef   K r a u s
 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL)

 

Ja, es gibt sie, die Deutschenfeindlichkeit an deutschen Schulen mit hohem Migrantenanteil. Es gibt sie seit Jahren. Weil aber, frei nach Christian Morgenstern, nicht sein kann, was nicht sein darf, wurde darüber bislang aktiv geschwiegen. Es bedurfte der Thesen eines Thilo Sarrazin und eines Buches der mittlerweile verstorbenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, damit dieses dunkle Kapitel deutscher Schulwirklichkeit das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Aus Sorge, man könnte als „xenophob“, zumindest als islamophob“ gelten, verdrängte man, was an vielen Schulen Alltag ist: dass Lehrerinnen von muslimischen Schülern als „Schlampen“ attackiert werden; dass deutsche Schüler von eben solchen Schülern gepiesackt, als „Schweinefresser“, „Scheißdeutsche“ oder „Nazis“ apostrophiert werden; dass sich deutsche Schülerinnen und Schüler nicht auf den Pausenhof zu gehen trauen.

Einzelfälle? Typische Minderheitenreaktion? Keineswegs! Der vor lauter politischer Korrektheit ins Spätabendprogramm verbannte, hoch realistische ZDF-Film „Kampf im Klassenzimmer“; die Klagen vieler Lehrer in Ballungsgebieten; die Diagnosen des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Horst Buschkowsky; der Alarmruf der Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft; die Studien des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen etc. sprechen eine andere Sprache. Deutschenhass auf deutschen Schulhöfen – das sind keine Einzelfälle. Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit, aktuell alles kräftig schönredend, war vor vier Jahren ehrlicher. Damals bekannte er, dass er – hätte er Kinder – sie nicht auf eine Schule in Kreuzberg oder Neukölln schicken würde. Die Gewalt muslimischer Schüler gegen Deutsche kann auch nicht als ohnmächtig-aggressives Handeln einer ethnischen, sozial benachteiligten Minderheit abgetan werden. Warum sind dann Zuwandererkinder aus europäischen Ländern oder aus Vietnam kaum auffällig? Wenn zudem beschwichtigend gesagt wird, es fehle angesichts der Zustände auf Schulhöfen an interkultureller Kompetenz der Lehrer, dann ist das Ausdruck abgehobener Multi-Kulti-Romantik. Nein! Dieser Deutschenhass vieler türkischer und arabischer Jugendlicher ist erstens das Ergebnis einer Laissez-faire-Zuwanderungspolitik. Und es ist dies zweitens Ergebnis eines nicht selten auch von bestimmten Moscheevereinen vermittelten kulturellen Dominanzanspruches, der sich am Ende auf dem Schulhof als virile Machokultur auslebt. Hier ist mit Pädagogik manches zu machen, aber noch mehr ist der Rechtsstaat gefordert.

Deutschenfeindlichkeit: %22Schweinefresser%22 | ZEIT ONLINE

Meine 2. Wochenschau

Mail an INO@katholisch.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerade las ich in http://www.katholisch.de unter der Überschrift „Nicht die Schotten dicht machen“ den Bericht vom 16.01. über die Reden der kirchlichen Amtsträger auf ihren  Neujahrs-Empfängen. Die Ereignisse von Köln werden – natürlich – verurteilt, allerdings warnt man gleichermassen vor Abgrenzung und z. B. “Islamophobie”.

Dazu möchte ich Ihnen zwei Anmerkungen machen:

– Schotten:

„Die Schotten dicht” zu machen, dass ist ein richtiger und notwendiger Handgriff, wenn ein Boot abzusaufen droht oder wenn die Sturmflut die Durchfahrt im Deich zu durchströmen droht. Dann werden dort die Schotten eingezogen und dicht gemacht. Es ist also ein falsches Bild, welches Sie bemühen, denn die Schotten sind dazu da, um Schlimmeres zu verhüten.

Nun ist von Ihnen wahrscheinlich gemeint, dass Deutschland sich nicht gegen die Einwanderung von Ausländern dadurch wenden soll, dass an den Grenzen Barrieren in Form von Personalkontrollen und einer Differenzierung der Einreise-Erlaubnis bestehen. Diese Barrieren waren in Form von Passkontrollen an den Grenzen immer üblich, bis sie im Rahmen des Schengen-Abkommens innerhalb des Schengen-Raumes” abgeschafft wurden – in der Annahme, dass diese Kontrollen an den Aussengrenzen stattfinden. Das wird seit geraumer Zeit nicht mehr geleistet, sodass Einreisen nicht mehr kontrolliert werden. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass wir so viele Einwanderer haben.

Ein anderer Grund ist, dass in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern Anträge auf Asyl zu provisorischen Aufenthaltserlaubnissen führen, und dass die Bearbeitung dieser Anträge sehr lange dauert. Nur 24% der Anträge werden bewilligt, weil bei der übergrossen Zahl der Antragsteller keine Asylgrunde nach der Genfer Flüchtlingskonvention bz. GG 16a (1) vorlagen. (Den Abschnitt (2) nach der sog. Dublin-Regelung wagt ohnehin niemand mehr anzuwenden.)
Und ein weiterer Grund für den Ansturm gerade nach Deutschland ist, dass hier im Verlauf des Asylverfahrens hier mehr Geld als in anderen EU-Ländern ausgezahlt wird.

Mit dem letzteren Punkt ist verbunden, dass wir an den deutschen Grenzen in grossem Umfang Einreisende finden, die eben nicht aus Verfolgung und Kriegsnot kommen. Um aber gerade den Bedrohten und Verfolgten hier so umfassend helfen zu können, dass sie eine Lebensperspektive entwickeln, sind Differenzierungen und Abgrenzungen nötig. Eben auch “Schotten”.

Es gibt eine Art von Einreisewilligen, die hier nicht willkommen sind und abgewiesen werden müssen; ich nenne nur die Stichworte “Kölner Mob = aus Marokko stammende Taschendiebe” und “Kleinkriminelle wie – im Extremfall, sicherlich – derjenige, der mehr als 5 Jahre als Flüchtlinge und Asylbewerber unter verschiedenen Namen hier Unterstützung abgriff und dann mit islamistischen Parolen ein Hackbeil schwang und Pariser Polizisten angriff”.
Nun zum nächsten Begriff, den in dem Artikel verwendet wurde.

– Islamophobie:

Phobie bedeutet Angst. Was im Namen des Islams an Verbrechen begangen wurde, kann m. E. durchaus Angst machen. Mir macht das Angst, und meiner Frau und vielen Menschen im Bekanntenkreis ebenfalls. Ich halt es für keine gute Idee von den Herren Amtsträgern, diese Angst zu kritisieren, sie geradezu als “unchristlich” zu geisseln.

Nun kann man trefflich darüber streiten, was der Islam als Religion mit den islamistischen Auswürfen zu tun hat. (Viele Sachkundige, auch Muslims sagen: viel.) Dass die meisten in Deutschland integrierten Muslims Selbstmordattentate und die IS-Gesellschaftsordnung ablehnen, dürfte stimmen. Diese islamischen Nachbarn Menschen erzeugen auch keine Islamophobie. Angst verursacht der Umstand, dass im vergangenen Jahr in den rd. 1 Mio. Eingereisten eine nicht bekannte Zahl an Kriminellen und gewaltbereiten Islamisten mit ins Land bekommen ist.

Die Ereignisse der letzen Wochen haben gezeigt, dass es mit den deutschen Sicherheitsdiensten nicht gut bestellt ist. Es gibt keine geregelte Erfassung der Einwanderer. Zwischen den Bundesländern gibt es  kaum Datenaustausch, weder werden zentral die Fingerabdrücke verglichen noch die Verhaftungen oder die Strafverfahren. Nach der Entlassung aus dem Knast hier kann ich mich andernorts als Asylbewerber neu melden – das merkt offensichtlich niemand.

Kaum ein Bürger hätte vor den Ereignissen der vergangenen Wochen gedacht, dass von ungeregelter Zuwanderung solche Gefahren für unsere Gesellschaft ausgehen. Es ist wohl keine “Islamophobie”, wenn man auf die unterschiedlichen Wertvorstellungen und Lebenspraktiken der jungen Männer hinweist, welche den weitaus grössten Teil der Einreisenden ausmacht. (Ich weise auf den aktuellen Artikel der NZZ hin (anbei)).

Ich kann nicht verstehen, warum sich die zitierten Herren Amtsträger die islamische Bedrohung verharmlosen, mehr noch: Die Warner in die Rechte Ecke drängen. Noch vor 6 Wochen hat sich Kardinal Marx  – zusammen mit Herrn Bedford.Bohm von der EKD – gegen die Wieder-Einführung der Einzelfallprüfung für syrische Zuwanderer gewandt – von letzterem wurde daraus der Vorwurf abgeleitet, dies würde Flüchtlinge dem Horror des IS ausliefern.

Nochmals: Das Recht auf Asyl ist eine Errungenschaft des Grundgesetzes, das steht ausser Frage. Wir Deutschen / Europäer / Christen helfen Bedrohten und gewähren Schutz. Aber das darf uns nicht naiv werden lassen. Gerade um helfen zu können und gastfreundlich sein zu können, müssen wir auch wachsam sein. Wir sollte schon kritisch sein und wachsam, denn da draussen sind auch Menschen, die uns beklauen oder gar umbringen wollen. Die sollten draussen bleiben.

Mit freundlichen Grüssen

Rudolf Petersen